Pädagogisches Zirkusprojekt mit dem Zirkus Lauenburger 2018

Manege frei für die Grundschule Röthlein

Vom 15. bis 17. Mai gastierte der Zirkus Julius Lauenburger an der Grundschule Röthlein. Ein kleiner Familienbetrieb, der bereits in acht Generationen durch ganz Deutschland tourt. Der kleine, aber feine Circus Julius Lauenburger, der nur aus Familienmitgliedern besteht, bietet Schulen die Möglichkeit gemeinsam Zirkusprojekte zu gestalten. Diese Gelegenheit nahm auch das Lehrerteam der Grundschule Röthlein wahr, denn Lehrerin Karin Förster hatte die Ver-bindungen mit dem Zirkus geknüpft. In diesem Mitmachzirkus soll ein lebendiges Miteinander gefördert werden, welches durch gegenseitige Akzeptanz, Teamgeist, Durchhaltevermögen, Offenheit, Kooperationsbereitschaft geprägt ist, aber auch Grenzen aufgezeigt werden. In verschiedene Workshops übten die jahrgangsgemischten Gruppen mit dem Lauenburger Zirkusteam Jonglieren, Tellerdrehen, Balancieren, Hula-Hoop, Slackline, Clownerie, Diabolos Artistik und Akrobatik und vieles mehr. Die Krönung aber waren die zwei Vorstellungen, die sie selbst im Zelt des Zirkus Lauenburger vor einem großen Publikum geben durften. Schulleiter Peter Zimmermann begrüßte die zahlreichen Gäste und bedankte sich bei den Sponsoren, der Gemeinde Röthlein und dem Elternbeirat, ohne die eine solche Veranstaltung finanziell nicht zu stemmen gewesen wäre. Für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher sorgte die Mitglieder des Elternbeirates.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Mit rhythmischem Klatschen zur Zirkusmusik begleitete das begeisterte Publikum alle Aktionen der Akteure und so erfüllte eine ausgezeichnete Stimmung und echte Zirkusatmosphäre das sternendurchflutete Zelt. Voller Stolz und Begeisterung füllten die Kinder ihre eingeübten Kunststücke vor, schlugen Räder oder bauten immer verschiedene Menschenpyramiden. Mit viel Beifall bedacht wurden auch die Teller, Reifen-, Ball- und Tücherjongleure, die zahlreiche Kunststücke präsentierten. Spannend war auch der Auftritt der Jungen und Mädchen, die mit ihren Diabolos jonglierten, diese hochwarfen und wieder auf dem Seil auffingen oder von einem Seil zum anderen. Ein Zirkus ist jedoch kein Zirkus ohne Clowns. In einem Workshop hatten sich die Kinder für diese Rolle entscheiden und schlüpften in die tollsten Kostüme, um ihre Späße zu treiben und den Applaus zu genießen.
Vervollständigt wurde das zweistündige, sehr unterhaltsame Programm von André Lauenburger und seinen Kindern Marius, Manoel, Chiara und Charlize mit akrobatischen und artistischen Leistungen, Jonglagen und natürlich zum Abschluss mit der faszinierenden Feuerschlucker-Show. Tatsächlich hatten die jungen Künstler ein breites Spektrum an Zirkusnummern dar-geboten und das gut aufgelegte Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen bewegt. Zirkusdirektor André Lauenburger bedankte sich bei Grundschule und Gemeinde, dass er hier gastieren durfte und fand lobende Worte für die gelungene Zusammenarbeit und die Künstler.
(Text: Hans Fick; Fotos: Roberta Kelemen)

Einige Impressionen von den Auffführungen:

 

 

 

 

 

 


Musical „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“

Röthleiner Grundschule zaubert Musical mit Cowboys, Hexen und Robotern auf die Bühne

 

Kinder finden auf dem Dachboden einen geheimnisvollen Brief…

 

Der Herrscher der Gezeiten kommt aus der Zeitmaschine.

Tanz der Fische

Zu Besuch beim berühmten Arzt Hippokrates

Röthlein (Text: Daniela Schneider/Mainpost/Schweinfurter Tagblatt vom 26.07.17//Fotos: Grundschule Röthlein) – Auf 42 Musicalaufführungen in 21 Jahren kann die Röthleiner Grundschule zurückblicken – eine stolze Bilanz mit vielen Highlights und tollen Momenten, geprägt von Einsatzfreude, Disziplin und großem Gemeinschaftsgeist. Doch die Zeiten ändern sich, wie Rektor Peter Zimmermann zur Begrüßung der diesjährigen Musicalaufführungen erläuterte: auf der einen Seite fehlen Mittel und AG-Stunden für die immense Vorbereitung eines solchen Mammutprojektes, das Chor und Theatergruppe klassenübergreifend gemeinsam auf die Bühne bringen, auf der anderen Seite verändert sich wohl auch die Einstellung der Schülerinnen und Schüler und so brauchte es seit Januar „viel Zeit und Energie“, um das künstlerische Projekt auf die Bühne zu zaubern. Und doch – so Zimmermann – sind solche Aufführungen sehr wichtig nicht nur für die Schulfamilie, sondern auch für unsere heutige Gesellschaft, erleben doch die Kinder so wichtige Tugenden wie Respekt und Toleranz, müssen sich konzentrieren und stärken mit den Auftritten solistisch und in der Gruppe ihr Selbstwertgefühl. Diesmal starteten die Theatergruppe und der Chor, unterstützt von einem bunt zusammengewürfelten „erwachsenen“ Flötenensemble, unter der künstlerischen Leitung von Andrea Zeis und Peter Zimmermann mal wieder zur „Unglaublichen Reise mit der Zeitmaschine“. Die Handlung ist schnell erzählt: vier Kinder stöbern auf einem Dachboden herum und stoßen dabei auf Timi, die sprechende Zeitmaschine. Mit ihr und der lautstarken Unterstützung des Publikums, das an zwei Tagen die Schulaula bis auf den letzten Platz füllte, erlebten sie wunderbare Abenteuer in Zukunft und Vergangenheit, reisten ins alte Griechenland und finstere Mittelalter, stießen auf glitzernde Fische und galaktische Riechorgane, Cowboys, Hexen und Roboter. Dazwischen glänzte der Chor mit seinen enthusiastisch intonierten Auftritten und beeindruckend schönen Soloauftritten, sehr mutig vorgebracht von verschiedenen Mitgliedern des Chores. Mit dem gemeinschaftlichen „Wir sind Kinder dieser Erde“ verabschiedeten sich die vielen kleinen und großen Mitwirkenden, nicht ohne dass sich der Elternbeiratsvorsitzender Kai Hümmer bei den vielen Engagierten auf, vor und hinter der Schulbühne gebührend bedankte. „Das war Spitze“ hieß es dann zum Ende von allen Seiten, bleibt abzuwarten, wie Rektor Peter Zimmermann betonte, ob es im nächsten Schuljahr überhaupt noch Stunden für ein so aufwändiges Gemeinschaftsprojekt geben wird, für die nachfolgenden Schülergenerationen wäre das mehr als schade.