Musical „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“

Röthleiner Grundschule zaubert Musical mit Cowboys, Hexen und Robotern auf die Bühne

 

Kinder finden auf dem Dachboden einen geheimnisvollen Brief…

 

Der Herrscher der Gezeiten kommt aus der Zeitmaschine.

Tanz der Fische

Zu Besuch beim berühmten Arzt Hippokrates

Röthlein (Text: Daniela Schneider/Mainpost/Schweinfurter Tagblatt vom 26.07.17//Fotos: Grundschule Röthlein) – Auf 42 Musicalaufführungen in 21 Jahren kann die Röthleiner Grundschule zurückblicken – eine stolze Bilanz mit vielen Highlights und tollen Momenten, geprägt von Einsatzfreude, Disziplin und großem Gemeinschaftsgeist. Doch die Zeiten ändern sich, wie Rektor Peter Zimmermann zur Begrüßung der diesjährigen Musicalaufführungen erläuterte: auf der einen Seite fehlen Mittel und AG-Stunden für die immense Vorbereitung eines solchen Mammutprojektes, das Chor und Theatergruppe klassenübergreifend gemeinsam auf die Bühne bringen, auf der anderen Seite verändert sich wohl auch die Einstellung der Schülerinnen und Schüler und so brauchte es seit Januar „viel Zeit und Energie“, um das künstlerische Projekt auf die Bühne zu zaubern. Und doch – so Zimmermann – sind solche Aufführungen sehr wichtig nicht nur für die Schulfamilie, sondern auch für unsere heutige Gesellschaft, erleben doch die Kinder so wichtige Tugenden wie Respekt und Toleranz, müssen sich konzentrieren und stärken mit den Auftritten solistisch und in der Gruppe ihr Selbstwertgefühl. Diesmal starteten die Theatergruppe und der Chor, unterstützt von einem bunt zusammengewürfelten „erwachsenen“ Flötenensemble, unter der künstlerischen Leitung von Andrea Zeis und Peter Zimmermann mal wieder zur „Unglaublichen Reise mit der Zeitmaschine“. Die Handlung ist schnell erzählt: vier Kinder stöbern auf einem Dachboden herum und stoßen dabei auf Timi, die sprechende Zeitmaschine. Mit ihr und der lautstarken Unterstützung des Publikums, das an zwei Tagen die Schulaula bis auf den letzten Platz füllte, erlebten sie wunderbare Abenteuer in Zukunft und Vergangenheit, reisten ins alte Griechenland und finstere Mittelalter, stießen auf glitzernde Fische und galaktische Riechorgane, Cowboys, Hexen und Roboter. Dazwischen glänzte der Chor mit seinen enthusiastisch intonierten Auftritten und beeindruckend schönen Soloauftritten, sehr mutig vorgebracht von verschiedenen Mitgliedern des Chores. Mit dem gemeinschaftlichen „Wir sind Kinder dieser Erde“ verabschiedeten sich die vielen kleinen und großen Mitwirkenden, nicht ohne dass sich der Elternbeiratsvorsitzender Kai Hümmer bei den vielen Engagierten auf, vor und hinter der Schulbühne gebührend bedankte. „Das war Spitze“ hieß es dann zum Ende von allen Seiten, bleibt abzuwarten, wie Rektor Peter Zimmermann betonte, ob es im nächsten Schuljahr überhaupt noch Stunden für ein so aufwändiges Gemeinschaftsprojekt geben wird, für die nachfolgenden Schülergenerationen wäre das mehr als schade.